Geschichte der Geistbühelkapelle in Zirl
Am östlichen Dorfrand, zwischen dem Weingarten und dem Steinbruch in Zirl, erhebt sich der Geistbühel auf dem die nach ihm benannte Pestkapelle steht.
Der Rundhügel des sogenannten Geistbühels wurde von einem Heimatforscher als ein riesiger Grabhügel gedeutet. Heute ist es völlig sicher, dass der Rundhügel eine Gletschermoräne ist.
Eine der bekanntesten Sagen berichtet davon, dass sich zur Pestzeit, Zirler aus Furcht vor einer Ansteckung in die Nähe dieses Hügels geflüchtet hätten. Eines Abends ist ihnen auf diesem Hügel eine Gestalt erschienen, die ihnen laut zugerufen haben soll: „Iß Kranebitbeer und Bibernell, dann kommt der Tod nicht so schnell.“
Das Zirler Volk befolgte diesen Rat, worauf die Pest bald geendet haben soll. Seit dieser Zeit heißt dieser Hügel „Geistbühel“. Zum Dank erbauten die Überlebenden eine Pestkapelle darauf, die im Volksmund heute noch die „Geistbühelkapelle“ genannt wird.
Die Geistbühelkapelle ist in Zirl das einzige noch erhaltene Mahnzeichen aus der Pestzeit. Die im Barockstil erbaute Kapelle ist den Pestheiligen Sebastian, Blasius und Rochus geweiht. Ihr Bau wird um das Jahr 1650 vermutet.
Die Menschen dieser Zeit waren dieser Krankheit hilflos ausgeliefert. Allerorts betrachtete man das Auftreten der Pest als Strafe Gottes. Deshalb gelobten sie Bittprozessionen und die Überlebenden errichteten Pestkreuze und bauten Pestkapellen.
Datum: 18.01.2026
Autor: zirl.at Redaktion
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